1-10 Maria Karolina

Maria Karolina

(geb./gest. am 17.09.1748)

In Gedenken an Maria Karolina, geboren & gestorben am 17.09.1748 (van Meytens)



Am 17.09.1748 brachte 
Maria Theresia in Schönbrunn ein Mädchen zur Welt: Maria Karolina von Österreich-Lothringen.

Wie bei den anderen neun Schwangerschaften auch, ließ sich Maria Theresia bei der zehnten ebenfalls nicht von ihren kaiserlichen Pflichten abhalten. Doch dieses Mal gab sie zu, dass es ihr zunehmend schwerer fiel, angesichts der Umstände, in denen sie sich befand:

"(...) wenn der liebe Gott mir die Kinder, welche ich habe, erhalten möchte,
wäre ich recht zufrieden, mit zehn Schluss zu machen; denn ich fühle, dass es
mich schwächt und recht altern lässt und für alle Kopfarbeit wenig fähig macht."

(Maria Theresia, 1748)

Noch am 16.09.1748 - ein Tag vor der Geburt - begab sich die Kaiserin vormittags von Schönbrunn in die Hofburg, um den türkischen Abgesandten öffentlich zu verabschieden.
Danach kehrte sie mit dem Kaiser und dessen Bruder Karl nach Schönbrunn zurück, besuchte nachmittags die Kaiserinmutter in Hetzendorf und begab sich am frühen Abend ins Theater zu einer italienischen Oper.

Der 17. September 1748 war ein Dienstag. Bis zur Geburt am Abend zwischen 19 Uhr und 20 Uhr, verlief der Tag wie gewohnt nach Plan: morgens Gottesdienst in der Schlosskapelle Schönbrunn, anschließend Konferenzen.
Die Geburt der kleinen Erzherzogin begann schließlich, als wäre es nichts Besonderes.

Doch das Kind verstarb...
Bereits während der Geburt herrschte Entsetzen, als das Mädchen mit den Füßen voran zur Welt kam. Und da es besonders schwach wirkte, leitete die Hebamme die sofortige Nottaufe ein.

Maria Theresia litt Höllenqualen bei dem Gedanken, ihr kleines Mädchen sei nicht rechtzeitig vor dem Ableben getauft worden. Kaiser Franz Stephan versuchte, seine Gattin zu beruhigen und davon zu überzeugen, dass die Nottaufe rechtzeitig erfolgt war.

Das tote Kind wurde anschließend in den Räume in Schönbrunn aufgebahrt, die ihr zugedacht waren.
Am 18. September brachte man den kleinen Leichnam in die Hofburg. Abends fand schließlich die Beisetzung Maria Karolinas in der Kapuziner-Kirche statt.




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